pam!-3

Mittwoch, 10. Dezember 2003
20.30 h , Qbus Uster
25.-/15.-

< s t r ø m >

mit
gaudenz badrutt, synth, electronics
christian müller, bassclar. electronics
christoph lanz, video


die bieler band < s t r ø m > unterstützt von drei oszillatoren, einer bassklarinette, einem beamer und diverser elektronik - laden zu einem gerührten cocktail on the rocks, gemischt aus elektronischen soundflächen, experimentellem rock und deftigen klangtiraden, garniert mit einer prise popigem rosarauschen. improvisierend überwinden sie leichtfüssig frequenzstürze und chaotische obertonansammlungen und brauen so eine musik zusammen, die ebenso von facettenreichen flächen wie auch von schrägen grooves, die ebenso von minimalen klangschichtungen wie von brachialen ausbrüchen lebt. und so erklingt denn ein doppelbödiges klanggebäude der elektro-akustischen art, das mal wie ein soundtrack zu einem nie gesehenen sci-fi-film, mal wie ein abfahrendes oder auch abgefahrenes klanggewitter daherkommt.

für uster führt < s t r ø m > zudem eine etwas besondere zusammenarbeit weiter, nämlich die spartenübergreifende improvisation: im gleichen sinne wie die beiden musiker gaudenz badrutt und christian müller mit synthetischen, gesamplten oder akustischen klängen improvisativ musikalische formen suchen, klangmaterial elektronisch live verfremden und sich auf verschiedenen ebenen auf das hochseil des instant composing wagen, spielt, manipuliert, verfremdet, sampelt und schichtet der visuelle künstler christoph lanz seine videobilder. und so verbinden sich in diesem projekt zwei formen der improvisation – ein musikalischer und ein visueller ansatz der kommunikation – zu einem ganzen, in welchem beide ausdrucksformen in gleichwertiger art und weise aufeinander treffen, sich beeinflussen, herausfordern und miteinander zu spielen suchen.



www.shizophonic.ch



   

  < s t r ø m >

gaudenz badrutt, synthesizer, electronics christian müller, bassklarinette, electronics

< s t r ø m > : (norwegisch)
1. wasser, das in eine richtung fliesst (mehr oder weniger ‘hurtig’); eine solche bewegung: ein fluss, ein sund mit starkem strom / kalte und warme ströme im meer / getrieben vom strom / dem strom folgen: wie alle anderen tun / dem strom entgegen, den strom umdrehen; sprichwort: være somn kjerringa mot strømmen: sein wie das weib gegen den strom = eigensinnig, widerspenstig sein.

2. strömende menge, fluss: ein lichtstrom; das blut floss, der wein floss in starken strömen; ein strom von beiträgen, eindrücken, flüchtlingen, touristen.

3. elektrizität, besonders in leitungen.

oder

< s t r ø m > sind eine ansammlung von ungefähr zwei musikern, ungefähr 60 audiokabel, einem rudel bodeneffekte, dem ehrwürdigen dr.sherman, einem oszillator aka i, einer bassklarinette...., ist improvisiert und eine idee doppelbödiger klanggebilde, sind sehr viele, äusserst beschäftigte elektronen, ist ein soundtrack zu einem nie gesehenen sci-fi-film oder ein gerührter cocktail on the rocks, gemischt aus 2/3 avantgarde-klassik und 1/3 experimentellem rock, garniert mit einer prise popigem rosarauschen, ist eine weltanschauung aus dem umfeld des geheimnisumwitterten yagwudkults oder ein klanggewitter aus unterkühlten elektrogeblubber und dinosauriergrossen staubsaugermelodien, funktioniert mehrheitlich analog und handgetriggert, ist selten sexy, ziemlich oft jedoch erotisch, ist ein schlagzeugerproblem weniger, geht eher selten in der 5.runde ko, hat immer wieder mal einen brumm, ist vielleicht eher ein gerücht oder eine reise in die dunkle galaxie der elektroklänge, funktioniert bei 220V oder mit 1.5‰, ist der orchestrale bruder von dupont & dupond, hat keinen rückwärtsgang, überwindet leichtfüssig frequenzstürze und chaotische obertonansammlungen, verkleidet sich selten als taliban, ist beim üben die leiseste elektronikband (mindestens diesseits der alpen), ist ein musikalisches mehrgangmenu mit einem flambierten überraschungsdessert und ein architektonischer zaubertrick, ist mehrheitlich ein modulares system, hat einen g4- und einen g3-prozessor....

und < s t r ø m > glaubt an den heiligen gral.

eine bewegte bandgeschichte:
auf initiative des bieler musikers christian müller lotete das projekt “arthur martin” am pod’ring 2000 in der besetzung gaudenz badrutt, lionel friedli, christian mühlethaler, christian müller und chrischi weber eine woche lang in allabendlichen konzerten verschiedenste ansätze konzipierter und improvisierter musik aus. als fortsetzung und neuausrichtung dieser zusammenarbeit gründeten gaudenz badrutt, lionel friedli, christian müller und chrischi weber das elektro-akustische quartett strom. nach intensiver probearbeit, der aufnahme der zwei cds “unter strom” und “morning after a cocktailparty (a single)” sowie ersten konzerten folgte im februar 2001 eine reduktion zum elektronischeren trio (g.badrutt, c.müller und c.weber), welches sich in dieser form bis april 2002 weiter aufmachte, besondere konzepte und spezielle performances auszuarbeiten. (u.a. konzert zur beerdigung der raumstation MIR immitten einer videoinstallation, live-vertonung des films “blade runner”, liveübertragenes konzert im radiostudio des zürcher radiosenders lora, konzert mit ralph steinbrüchel). aus gemeinsamen aufnahmen entstand zur selben zeit das von gaudenz badrutt und christian müller produzierte doppelalbum “shizophonic”. im frühling verbrachte das duo badrutt-müller als dupont & dupond drei wochen in dresden, wo die beiden musiker in igen stil eine theatermusik zu jon fosse’s stück “die nacht singt ihre lieder” am tif (staatstheater dresden) unter der regie von barbara-david brüesch produzierten und dort eine sehr intensive art des gemeinsamen arbeitens entdeckten. im sommer 2002 stiess für zwei konzerte (u.a. für den konzipierten und komponierten konzertnachmittag unter dem titel “h2o” an der expo02, arteplage murten) der zürcher gitarrist tomas korber zur band. während der selben zeit wurde das konzept < s t r ø m > von den beiden köpfen gaudenz badrutt und christian müller neu formuliert: das herz von ist das duo badrutt-müller, welches in zukunft je nach konzert, konzept oder idee als duo oder in erweiterter besetzung mit anderen musikern und/oder visuell arbeitenden künstlern in erscheinung treten wird. im spätherbst 2002 wurde die arbeit der band durch die musikkommission des kantons bern mit dem anerkennungspreis “coup de cœur” ausgezeichnet. desweiterenleitet < s t r ø m > im dezember 2002 einen dreitägigen workshop an der musikhochschule luzern, fakultät III (jazzschule).

diskographie:
unter strom (2000)
morning after a cocktailparty (a single) (2000)
shizophonic (2001)

spezielle konzerte:
märz 2001:
konzert zur beerdigung der raumstation MIR
juli 2001:
live-vertonung des films “blade runner”
dezember 2001:
liveübertragenes weihnachtskonzert im radiostudio des zürcher radiosenders lora
april 2002:
konzert mit ralph steinbrüchel
oktober 2002:
h2o - ein konzept zum thema wasser aufgeführt in murten an der expo02

besonderes:
2002 < s t r ø m > bekommt die anerkennung “coup de cœur” der musikkommission des kantons bern zugesprochen


contact:
web: www.shizophonic.ch
email: info@shizophonic.ch
gaudenz badrutt, + 41/ (0) 32 / 322 72 09
christian müller: + 41/ (0) 32 / 341 25 78
< s t r ø m >, c/o c.müller, meienriedweg 2, ch-2504 biel

www.shizophonic.ch



   

gaudenz   badrutt

synthesizer, electronics

*1972 in den bündner bergen. studium an der hochschule für musik und theater bern/biel. lehrdiplom bei gertrud schneider, konzertdiplom mit auszeichnung bei pierre sublet. wichtige impulse erhalten von conradin brotbek (kammermusik), daniel weissberg (analyse von zeitgenössischer musik). unterricht bei felix profos und klaus huber; meisterkurs für improvisation bei fred frith; meisterkurse beim klavierduo g.schneider/t.bächli über die viertelton-klaviermusik und bei claude helffer.auftritte mit g.schneider, t.bächli und k.weber; mit walter grimmer zum 75. geburtstag von klaus huber im künstlerhaus boswil; mitwirkung in “der mündliche verrat” von mauricio kagel, einem projekt der hochschule für musik und theater bern/biel, das am tonkünstlerfest (zug) und an der “jüdischen woche” (bern) aufgeführt wurde. im frühling 2002 auftritte mit einem soloprogramm mit musik des 20.jahrhunderts, u.a. in der therme vals. stipendium der stiftung pro arte sowie von der kulturförderung des kantons graubünden. klavierunterricht bei claude helffer (paris). mitglied des projekts “arthur martin” am pod’ring 2000 in biel und mitgründer der electronica-band . mitwirkung an den “improtagen biel” im september 2001 im konzeptstück “time”. märz 2002 mit c.müller theatermusik zu jon fosse’s stück “die nacht singt ihre lieder” am tif (staatstheater dresden) unter der regie von barbara-david brüesch. september 2002 beteiligung an der 6-stündigen audioperformance “biennelectronic orchestra” im elfenaupark biel (mit j.csloviecek, s.ingold, h.koch, e.laubscher, c.müller, m.schütz und c.weber). koleitung eines workshops an der jazzschule luzern. daneben klavierlehrer, fotograph und koch.

www.shizophonic.ch



   

christian  müller

bassklarinette, electronics

*1971. studium am konservatorium für musik und theater bern (lehrdiplom und studienausweis) bei k.weber (klarinette). wichige impulse von up schneider (komposition), von c.brotbek, b.canino, s.palm, e.zurbrügg (kammermusik), von e.radermacher (impro) und von a.stahl (analyse). beteiligung an kursen mit den komponisten k.huber, h.pousseur und c.wolff sowie beim improvisator f.frith. 1998: einladung zum festival “168 stunden” (30-jähriges jubiläum des ensembles neue horizonte bern). betätigung als klarinettenlehrer und improvisator (u.a. arbeit mit ch.mühlethaler und a.hügli sowie konzerte mit hans koch, andreas marti ...). 1999: aufführung des ersten teils des projekts “(dreizehn)” am “ear we are”-festival (biel) mit dem circensischen crossoverkünstler philipp boë. konzerte mit h.koch im spannungsfeld von komposition, konzeption und improvisation. 2000: initierung des projekts "arthur martin" und gründung der band . beteiligung an einem konzert mit zeitgenössischer kammermusik am fest der künste (st.moritz). 2001: auftritt am “ear we are” mit h.koch und m.schütz. mitwirkung in “der mündliche verrat” von m.kagel, aufgeführt am tonkünstlerfest (zug) und an der “jüdischen woche” (bern). mit p.boë konzeption des projekts "time" für die bieler improtage. 2002: klanginstallation und filmvertonung (mit a.hügli) für “learning by schrebergarten” des territoire imaginaire (expo02). mit g.badrutt theatermusik zu j.fosse’s stück “die nacht singt ihre lieder” am tif (staatstheater dresden). mit h.koch und m.schütz konzeption der 6-stündigen audioperformance “biennelectronic orchestra” im elfenaupark biel. leitung eines dreitägigen workshops an der jazzschule luzern.

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      Für die Presse stehen von einzelnen Konzerten Bilder in einer höheren Auflösung zur Verfügung.